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15.01.06

"Kleine Talsperrenblicke"

Wander-Rabe und Landschaft und Geschichte e. V.

Premieren-Wanderung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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"Eiszeit um Odenthal"

 

Am vergangenen Sonntagmorgen um zehn Uhr gab es in Odenthal-Eichholz den Startschuss zur Premierenveranstalt-ung von Landschaft und Geschichte e.V. und Wander-Rabe.

Trotz eisiger Kälte wagten die Unerschrockenen den Schwung aus den wärmenden Bettfedern in die eisige Kälte. Nachdem den Helden der „Eiszeit“ drei Stunden lang der Wind um die Ohren pfiff wurde Fazit gezogen. Das fiel durchaus positiv aus und wurde von einem Teilnehmer aus Schildgen so ausgedrückt „Hat mir gut gefallen und ich fahr nicht dümmer nach Hause – ich habe was gelernt!“ Genau das war das Ziel, was die Organisatoren Randolf Link und Dietmar Schwarte verfolgten.

Im Jahr 2004 auf dem Bergisch Gladbacher Kultur- und Stadtfest wurde der Grundstein für die Zusammenarbeit gelegt. Der erste Schritt war also getan. Im Verlauf von mehreren Meetings, die teilweise auch von der Gemeinde Odenthal organisiert wurden, rückten der Verein Landschaft und Geschichte und der professionelle Wandervogel zusammen. Im vergangenen Sommer entstand dann das Konzept für die Veranstaltungen 2006.

Die Tour am Wochenende hatte den Titel „kleine Talsperrenblicke“ und sollte Familienwandern mit kulturellen Einblicken bieten. Die Herausforderung lag für die Organisatoren Link und Schwarte darin, die Strecke nicht zu lang zu planen um sie auch für Kinder gangbar zu machen. Außerdem sollte der Redeanteil geradeso hoch sein, dass es Lust auf mehr macht, den Wissensdurst stillt und niemand zu frieren beginnen kann.

Dieses Ziel zu erreichen war gar nicht so einfach und das lag nicht nur am frischen Wind der die gefühlte Temperatur auf minus zehn bis minus 15 Grad sinken lies. Edda Schwarte vom Wander-Rabe gab der Tour aus diesem Grund spontan den Titel „Eiszeit“! Für Link war es schwer die Erläuterungen auf maximal fünf Minuten zu kürzen, denn gewöhnlich ruft der Verein zu Exkursionen mit wesentlich mehr Inhalt auf. Und für die Wander-Raben sind Wanderungen in der Regel länger als 6 Kilometer. Während der drei Stunden berichtete Randolf Link unter anderem von Pilzen die in Hexenringen wachsen, Siedlungen und Pulvermühlen die dem Bau der Dhünn-Talsperre weichen mussten und auch einer künstlich geschaffenen Höhle. In dieser wurden früher Erze abgebaut. Heute überwintern dort Fledermäuse. Diese haben ein unsichtbares Schild vor der Höhle hängen mit der Aufschrift „Bitte nicht stören!“. Die nachtaktiven Vögel würden sonst zu viel Energie verbrauchen und das kann lebensbedrohlich werden.

Zur Halbzeit gab es Altenberger Kräuterlikör für die Großen und Multivitaminsaft im 2 cl Glas für die Kinder. Für alle Teilnehmer hielt das Wander-Rabe Team Bonbons, Schokolade und Gummibären bereit. So konnte man für ein paar Sekunden die Kälte vergessen.

Nach 6 absolvierten Kilometern erreichten die 24 Erwachsenen, 4 Kinder und 3 Hunde das Ziel im Gasthof Schwind. Eine Schweizerin war übrigens auch unter den Teilnehmern, sie war aus Langenfeld angereist. Sobald die molligwarme Gaststube die Wanderer umgab erstrahlten die Wangen in voller Röte. Bei Kakao, Tee, Kölsch und Schnitzel sah man der zweiten Veranstaltung am 14. Mai schon wieder mutig und gespannt entgegen.

 

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